Dialog - Polen
- EuroNight 40416 16.09.2026
- Dzień dobry, Kraków 16.09.2026
- Zakopane 16.09.2026
- Stare Podgórze 17.09.2026
- Kopalnia Soli Wieliczka 17.09.2026
EuroNight 40416 ↑
Die Reise beginnt an einem warmen Spätsommerabend in München. Dort besteige ich den Nachtzug, der über Salzburg, Wien, Ostrava und Katovice nach Krakau (und darüber hinaus) fährt. Nach mehr als 12 Stunden Fahrt komme ich morgens um kurz nach 7 Uhr an meinem Ziel an.
Dzień dobry, Kraków ↑
Am Hotel treffe ich Frank, der schon vorher angereist ist. Ich stelle mein Gepäck ab, und wir laufen eine Runde durch die zu dieser Tageszeit noch ruhige Altstadt, bevor es schon wieder Richtung Bahnhof geht: Bei dem strahlenden Sonnenschein wollen wir heute ganz in den Süden Polens nach Zakopane.
Zakopane ↑
Der Zug windet sich von Kraków aus 2 Stunden an grünen Berghängen entlang, an Seen und kleinen Ortschaften vorbei, bis wir am Rande des Tatra-Gebirges an der Endstation in Zakopane, der höchstgelegenen Stadt Polens, aussteigen. Dass diese Stadt von vorne bis hinten auf Tourismus eingestellt ist, merkt man sofort. In der Krupówki, der Fußgängerzone, reihen sich Restaurants und Hotels an Souvenir-Shops. Wir fahren mit der Standseilbahn auf den 1126 Meter hohen Gubałówka, von dem aus man eine hervorragende Aussicht hat.
Was ich gelernt habe: Der Bezirk, in dem sowohl Kraków als auch Zakopane liegen, nennt sich województwo małopolskie (Woiwodschaft Kleinpolen). Ihr geografischer Umriss ähnelt stark dem Gesamtumriss Polens - der Name kommt allerdings ganz woanders her: Etwa im 15. Jahrhundert hat sich der Name Kleinpolen als Gegenübersetzung zu Großpolen, den Gebieten rund um die ersten polnischen Hauptstädte Gnesen und Posen, durchgesetzt, weiß WikiTravel.
Was ich wieder machen würde: Ein lokal gebrautes Watra Helles trinken. Na zdrowie!
Stare Podgórze ↑
Nach einem ausgiebigen Frühstück laufen wir an der Weichsel entlang bis zum Stadtteil Podgórze mit der markanten Josefskirche. Am Platz der Ghettohelden trinken wir in einem kleinen gemütlichen Laden einen Kaffee, bevor es zu unserem Tagesziel Wieliczka geht.
Kopalnia Soli Wieliczka ↑
Etwa eine halbe Stunde außerhalb Kraków befindet sich die Salzmine Wieliczka. Dort haben wir eine 2,5-stündigen geführten Touren gebucht. Es geht durch 3 Solen und durch unzählige Kammern immer tiefer bis auf 135 Meter unter der Oberfläche. Die Touren sind gut gebucht, mit uns sind hunderte andere Besuchende unterwegs. Unter der Erde erwarten uns Salzseen, Kapellen, Salzskulpturen und allerlei Bergmannsgeschichten.
Was ich gelernt habe: Unter Erde begrüßen sich alle Angestellten (Bergmänner- und Frauen, aber auch die Tourguides) mit Szczęść Boże - zu deutsch: Glück auf.
Was ich wieder machen würde: Solche faszinierende unterirdischen Orte besuchen. Hier wurde mehr als 700 Jahre lang in einem zum Ende hunderte Kilometer langen Stollensystem Salz abgebaut - das alleine ist schon faszinierend. Vielleicht hätten wir die Bergmannsroute nehmen sollen, um noch mehr ungefilterte Eindrücke von dieser Welt zu bekommen.