Heute erreiche ich nach stundenlanger Fahrt durch viel Nichts den Köcherbaumwald, ein nationales Denkmal Namibias. Diese genügsamen Bäume werden etwa 5 Meter groß und in manchen Fällen mehr als 200 Jahre alt. Hier übernachte ich in spacigen Wüsten-Iglus, die definitiv einen Tatooine-Vibe abgeben 🙂
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Namibia, Land of the Brave Quivertree forest
Namibia, Land of the Brave Jansen Kalahari Guest Farm
Am späten Nachmittag erreiche ich mein Tagesziel in der Kalahari. Dort geht es zu einem Sundowner-Drive über das Farmgelände, bei der uns der Inhaber alles darüber erklärt, was es heißt, hier eine Farm zu betreiben. Bei Sonnenuntergang halten wir auf einer Düne, von der aus wir einen ausgetrockneten Seen und die hinter den Dünen untergehende Sonne überblicken können. Auf dem Rückweg erleben wir eine Seltenheit: Es regnet - zwar nur ein paar Tropfen, aber das reicht für den Hauch eines Regenbogens am Horizont!
Was ich gelernt habe: Der Vogel Strauß, dem wir hier begegnen, wurde von den Besitzern gerettet, aufgezogen und heißt jetzt Anna. Ich hatte noch nie so recht darüber nachgedacht, was diese Vögel wohl für Namen haben 🙃
Was ich wieder machen würde: Den Sonnenuntergang in der Wüste anschauen. Man muss hier aber aufpassen, dass man sich nicht kurz umdreht und die Hälfte verpasst, so schnell geht das ☀️
Namibia, Land of the Brave Route C21
Auf dem Weg von Windhoek in die Kalahari biegt in Kalkrand die Schotterpiste C21 von der Hauptstraße Richtung Osten ab. Ich halte kurz an, um Druck aus den Reifen abzulassen, wie ich es heute beim Autovermieter gelernt hatte.
Namibia, Land of the Brave Downtown Windhoek
Nach dem Frühstück mache ich mich zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Entlang der Independence Avenue reihen sich Kaufhäuser und Malls, vor denen Parking Guides für ein paar namibische Dollar die raren Parkplätze koordinieren. Ich laufe bis zum Bahnhof der TransNamib, von dem aus schon länger kein Personenverkehr mehr existiert, der für einen Lost Place aber erstaunlich gut in Schuss gehalten wird, als wolle man morgen wieder Fahrgäste begrüßen. Auf dem Rückweg besuche ich das Unabhängigkeits-Museum, von dessen Restaurant man gute Blicke auf den Tintenpalast, den Sitz des Unterhauses des Parlaments von Namibia, und über die Stadt hat.
Was ich gelernt habe: Viel über die Kolonialgeschichte Namibias, und die spätere Vereinnahmung durch Südafrika, bis zur Unabhängigkeit des Landes 1990. Es ist mehr als 10.000 Kilometer entfernt von zuhause irre zu erleben, wie viel deutsche Sprache hier im Alltag zu sehen (in Namen von Plätzen, Straßen, Hotels und Gebäuden, teils auf Schildern), aber auch zu hören ist (vor allem von Touristen, aber durchaus auch mal bei Einheimischen).
Was ich wieder machen würde: Im Heinitzburg Hotel übernachten und einen langsamen Start in dieses Abenteuer genießen.
Namibia, Land of the Brave Sonnenuntergang von der Heinitzburg
Ich habe im zum Hotel zugehörigen Restaurant für ein Abendessen bei Sonnenuntergang reserviert. Ein toller Ausblick über die Stadt und die Sonne, die orangerot hinter den Gebirgen des Khomashochlands verschwindet.
Namibia, Land of the Brave Erste Eindrücke von Windhoek
Während ich darauf warte, dass das Zimmer fertig wird, mache ich eine Tour durch die Stadt. Mein Guide erklärt gleich zu Anfang: "Heute ist Sonntag, da ist vieles geschlossen". Wo aber dennoch High Life ist, ist im Stadtviertel Katutura, dem "Township" von Windhoek. Dort nimmt er mich mit auf den Oshetu-Markt, und wir sitzen zusammen und essen mit unseren Händen Kapana, das namibische Nationalgericht. Auf dem trubeligen Markt bin ich der einzige Tourist weit und breit. Auf dem Rückweg geht's an der Christuskirche vorbei Richtung Klein Windhoek, wo das Hotel ist. Nachmittags hole ich etwas Schlaf nach.
Namibia, Land of the Brave Immer nach Süden
Die Reise beginnt im regnerisch-kalten Frankfurt am Main, von wo aus ein (bis auf den Platz neben mir 🙂) ausgebuchter Flug uns nach Windhoek bringt. Der Kapitän beschreibt die Route als immer nach Süden, dann ganz am Ende rechts auf die Landebahn. Früh am nächsten morgen landen wir am internationalen Flughafen Windhoeks, von wo aus ich ein Taxi in die knapp 45 Kilometer entfernte Stadt nehme.
Gottesaue
An einem sonnigen, aber kühlen Herbstmorgen auf dem Weg zur Arbeit.