Mit dem Zug fahre ich weiter nach Valladolid, einer kleinen Stadt im Norden der Yucatán-Halbinsel. Nachdem die Mittagshitze etwas abgeklungen ist, mache ich einen ausgedehnten Spaziergang durch das Stadtzentrum. Für morgen habe ich eine Tour nach Chichén Itzá und einige der Cenoten in dieser Gegend gebucht.
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¡Viva México! Valladolid
¡Viva México! Mérida
Nach einem entspannten Frühstück mit viel Obst und Kaffee laufe ich los, um das Stadtzentrum der Hauptstadt von Yucatán zu erkunden. Bereits morgens steht das Thermometer über 30° C und so laufe ich immer auf der schattigen Straßenseite. Trotzdem ist der kühle Wind und der Schatten in La Plancha höchst willkommen. Dieser große Park befindet sich auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofs, einige Eisenbahnwagen stehen als Dekoration, teils aber auch umfunktioniert zu Eisbuden und Restaurants, auf dem großen Areal verteilt.
Was ich gelernt habe: Wichtigstes Baumaterial der Catedral de San Ildefonso de Yucatán waren Steine der zuvor zerstörten Tempel der alten Maya-Stadt Ti'ho'. Diese Kathedrale gilt als einer der ältesten erhaltenen Kirchenbauten des Landes.
Was ich wieder machen würde: Im La Piazetta übernachten. Dieses gemütliche kleine Hotel und sein Team geben ihren Gästen ab dem ersten Moment das Gefühl, "zuhause" zu sein. Und wenn man einen Tipp braucht, wo und was man etwas unternehmen kann, hat Leo immer eine Handvoll Empfehlungen zur Hand.
¡Viva México! Novia del Mar
Auf dem Weg zum Bahnhof komme ich am Malécon an dieser Statue, die auf den Golf von Mexiko hinaus schaut, vorbei. Heute wird ein langer Reisetag, erst spät am Nachmittag werde ich in Mérida sein, wo ich dann aber 2 Nächte bleibe.
¡Viva México! Campeche
Nach knapp 5 Stunden Zugfahrt komme ich nachmittags in Campeche an. Vom Bahnhof aus braucht man nochmals etwa eine halbe Stunde in die Stadt. Das fotogene Centro Historico dieser am Meer liegenden Kleinstadt ist schnell erkundet.
Was ich gelernt habe: Die auf einer vom Malecón ins Meer hineinragende Plattform stehende, 7 Meter hohe Statue Ángel Maya steht für die Verschmelzung der spanischen und der Maya-Kulturen.
Was ich wieder machen würde: Abends in der Calle 59 ein Bier trinken oder etwas essen gehen. Diese lebendige Straße, in deren Mitte die Tische und Stühle der vielen kleinen Restaurants und Kaffees stehen, bekommt etwas Wind vom Meer ab und ist deswegen angenehm kühl.
¡Viva México! Tren Maya
Mit dem Tren Maya geht es weiter nach Campeche. Diese im Jahr 2023 eröffnete Strecke verbindet die Region Chiapas mit den touristischen Highlights der Yucatán-Halbinsel. Fürs Boarding muss man hier durch einen von der Guardia Nacional aufgestellten Security-Checkpoint, was aber angesichts der sontigen hohen Polizei-Präsenz überall wenig verwunderlich ist.
¡Viva México! Cascadas de Agua Azul
Nach einer langen Fahrt über eine kurvige Gebirgsstraße kommen wir am Tagesziel an. Das Wasser hat eine irre Farbe, und bildet einen beeindruckenden Kontrast zu den dunkelgelben Felsen, über die es fließt. Hier kann man auch schwimmen (was ich getan hätte, hätte ich meine Badehose nicht vergessen!), aber auch gemütlich mit einem Bier am Ufer sitzen🙂
¡Viva México! Misol-Ha
Auf dem Weg zu den Cascadas de Agua Azul halten wir an einem imposanten Wasserfall. Hier kann man hinter dem fallenden Wasser hintendurch laufen - eine willkommene kühle Abwechslung zur heißen Luft, die uns hier im Dschungel überall umgibt. Zum Größenvergleich: Im Bild unten leicht links der Mitte sind 2 erwachsene Menschen zu sehen!
¡Viva México! Ruinas Palenque
Kurz vor 8 Uhr werde ich beim Hotel abgeholt. Als erstes geht die Tour zur Zona Arqueológica Palenque, die etwa 10 Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Dort befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Mayametropole, die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Auf dem großen Gelände kann fast alles erkundet werden; mit einem Guide gehen wir in einer kleinen Gruppe noch ein Stück durch den Dschungel, wo weitere überwucherte Bauten liegen.
Was ich gelernt habe: Ganz viel Spanisch! Unser Guide spricht nur Spanisch, und fragt, ob das in Ordnung ist. In der Gruppe bin ich der einzige, der solo un poquito español kann, und Rita und Manuela, die ich hier kennenlerne, versprechen mit ad hoch Übersetzung ins Englisch auszuhelfen. Ich merke, dass ich erstaunlich viel verstehen kann, das überrascht mich selbst etwas.
Was ich wieder machen würde: An einem der kleinen Stände für umgerechnet 2 Euro eine große Flasche der eiskalten, selbstgemachten Säfte zu kaufen.