Dialog - Seite 23

Formosa Teil 19: Wulai

15.05.2024 @ (323 Ansichten) Bewölkt 29.4 — 32.2 °C

Mittlerweile haben wir die Insel ein mal umrundet und sind wieder in Taipeh angekommen, wo wir für die letzten 2 Nächte unser Hotel haben. Von dort aus starten wir bei wieder strahlendem Sonnenschein einen Tagesausflug nach Wulai, einem kleinen Ort in einer landschaftlich atemberaubenden Gebirgsschlucht: Unser Ersatz für die Taroko-Schlucht, die wegen dem starken Erdbeben Anfang April und der andauernden Nachbeben immer noch zu viel Risiko zu besuchen ist.

Das habe ich gelernt: In der Metro auf dem Weg zurück lese ich, dass neben Essen, Trinken und Rauchen auch das Kauen von Betelnüssen verboten ist. Beim Nachlesen finde ich heraus, dass Betelnüsse nach Koffein, Alkohol und Nikotin zu den weit verbreitetsten Rauschmitteln der Welt gehören. Beim Kauen entsteht eine rötliche dickliche Flüssigkeit, weiß dieser Artikel; vermutlich der Grund des Verbots.

Das würde ich wieder tun: Auf der schattigen Terrasse des kleinen Helen Coffee in der Nähe der Lansheng Bridge einen eiskalten Kaffee genießen und den Blick über die Landschaft schweifen lassen.

Teil 19: Wulai, 15.05.2024 14:58
Teil 19: Wulai, 15.05.2024 15:16
Teil 19: Wulai, 15.05.2024 16:06
Teil 19: Wulai, 15.05.2024 16:51
Teil 19: Wulai, 15.05.2024 16:57
Teil 19: Wulai, 15.05.2024 17:01

Formosa Ruifang im Regen

14.05.2024 @ (323 Ansichten) Teilweise bewölkt 22.8 °C

Während einer Umsteige-Pause laufe ich im kleinen Städtchen Ruifang herum. Im Regen kommen die Farben des Straßenlebens einfach nochmals intensiver heraus, und dank der Überdachungen vor den Häusern bleibe ich dabei einigermaßen trocken ☔

Ruifang im Regen, 14.05.2024 11:57
Ruifang im Regen, 14.05.2024 12:15
Ruifang im Regen, 14.05.2024 12:25

Formosa Teil 18: Abends in Jiufen

13.05.2024 @ (323 Ansichten) Bewölkt 18.5 °C

Am späten Nachmittag kommen wir in Jiufen an, laut Lonely Planet einem der Highlights Taiwans - was wir bestätigen können: Dieser kleine, in verschiedenen Ebenen am Berg gelegene Ort hat sich mit seinen engen, verwinkelten Gassen zu einem wahren Touristenmagnet entwickelt. Am frühen Abend, wenn überall die roten Lampignons angehen, entwickelt der Ort ein besonderes Flair. Der Ausblick aufs Meer ist toll, leider gibt's wegen der Bewölkung keinen schönen Sonnenuntergang dazu.

Das habe ich gelernt: Wieder einmal: Wo überall auf der Welt die Nett hier-Aufkleber zu sehen sind. Ich habe sie schon auf vielen meiner Reisen entdeckt, unter anderem auf der Brooklyn Bridge in New York, am Kap der guten Hoffnung in Südafrika, in der Ha Long Bucht in Vietnam. Am Ende der hiesigen Jishan Street klebt natürlich auch einer - einfach genial 💪

Das würde ich wieder tun: Bei besserem Wetter hierherkommen! Die Vorhersage, aber auch die Planung für die nächsten Tage lässt das leider während dieser Reise nicht noch einmal zu, aber dieser Ort und die Gegend, in die er eingebettet ist, verspricht viele Wow-Momente.

Teil 18: Abends in Jiufen, 13.05.2024 20:22
Teil 18: Abends in Jiufen, 13.05.2024 20:29
Teil 18: Abends in Jiufen, 13.05.2024 20:34
Teil 18: Abends in Jiufen, 13.05.2024 20:40

Formosa Teil 17: Neiwan

13.05.2024 @ (323 Ansichten) Bewölkt 19.6 °C

Von Hsinchu aus machen wir wieder einen kleinen Abstecher in die Berge - diesmal nach Neiwan. Dieser kleine Ort liegt am Ende einer Zugstrecke und ist so beliebt, dass es hier am Wochenende Direktverbindungen von Taipeh aus gibt. Als wir morgens um 10:30 hier ankommen, ist der Ort und dessen Old Street allerdings noch ziemlich leer (wie das an vollen Tagen aussehen kann, zeigt dieser Blog in schönen Fotos). Nach einer Stunde fahren wir weiter nach Jiufen, unserem Tagesziel.

Das habe ich gelernt: Wie oft man hier nur mit Bargeld bezahlen kann. Lange hat's gedauert, aber mittlerweile kann man in Deutschland auch ziemlich lange ohne Cash zurecht - hier heißt es häufig: Nein, mit Karte könnt ihr nicht zahlen - nicht nur im ländlichen, sondern auch in größeren Städten. Immerhin gibt's in jedem 7-Eleven einen Geldautomaten; und die sind nie weiter als ein paar Hundert Meter entfernt.

Das würde ich wieder tun: Im wunderbar gemütlichen Migration Café haltmachen. Wir haben ganz knapp nicht genügend Cash für die beiden Kaffees, die wir bestellen. Die Besitzerin meint: "Das passt schon", und gibt uns unsere Heißgetränke trotzdem. Dankeschön! 🌞

Teil 17: Neiwan, 13.05.2024 12:42
Teil 17: Neiwan, 13.05.2024 12:45
Teil 17: Neiwan, 13.05.2024 13:15
Teil 17: Neiwan, 13.05.2024 13:29

Formosa Teil 16: Hsinchu

12.05.2024 @ (323 Ansichten) Mäßiger Nieselregen 28.7 — 30.5 °C

Am späten Nachmittag kommen wir in Hsinchu an. Nachdem wir eingecheckt haben, laufen wir eine Runde durch die überschaubare Innenstadt. Am East Gate scheint der perfekte Ort für den Beginn einer Tik Tok-Karriere zu sein, denn im kleinen dazugehörigen Park tanzen verschiedene Gruppen Jugendlicher vor ihren Handys einstudierte Choreographien, während Musik aus ihren Boomboxen dröhnt. Wir finden ein Ramen-Restaurant und überlegen beim Essen, wie und wo wir die nächsten Tage verbringen wollen.

Das habe ich gelernt: Unser Zug nach Hsinchu ist trotz eines Sonntagnachmittags so voll, dass Leute stehen müssen; der Express, den wir eigentlich nehmen wollten, ist sogar ausgebucht. Am Schalter erklärt man uns: Der Muttertag ist in Taiwan eine große Sache, an dem viele Menschen ihre Mütter besuchen fahren.

Das würde ich wieder tun: Abends durch den traditionellen Hsinchu Dongmen Market streifen, und dort bei Drunk David auf ein Bier, einen Cocktail (oder zwei) vorbeischauen 🍺

Teil 16: Hsinchu, 12.05.2024 19:09
Teil 16: Hsinchu, 12.05.2024 19:21
Teil 16: Hsinchu, 12.05.2024 19:43
Teil 16: Hsinchu, 12.05.2024 21:29

Formosa Slow travel

Heute ist der Weg das Ziel: Mit dem Bus geht es vom See nach Shuili, von dort weiter mit einem weiteren Bus bis nach Zhuoshui, und von dort dann über Changhua mit mehreren Lokalzügen bis nach Hsinchu. Unterwegs haben wir immer mal wieder Aufenthalt. In Shuili entdecke ich diese Schilder - interessantes System, das nicht nach Alter, sondern nach Größe zu berechnen 🙂

Slow travel, 12.05.2024 12:00

Formosa Teil 15: Sun Moon Lake

11.05.2024 @ (323 Ansichten) Bewölkt 28.1 — 30.9 °C

Von Taichung aus nehmen wir einen Bus in das Naherholungsgebiet am Sun Moon Lake. Mit einer Fähre setzen wir nach Ita Thao über. Nachdem wir das Gepäck im Hotel verstaut haben, laufen wir zur Cable Car Station. Die Seilbahn führt zuerst den Berg hinauf, und schwebt dann frei hunderte von Metern über ein tiefes Tal. Am Ende schließt sich das Formosan Aboriginal Culture Village an, halb Freilichtmuseum, halb Vergnügungspark.

Das habe ich gelernt: Wie die indigenen Völker Taiwans lebten: vor allem in den bergigen Regionen der Insel. Viele Stämme bauten ihre Häuser aus Schieferplatten, die im Museum rekonstruiert wurden und allesamt begehbar sind.

Das würde ich wieder tun: Abends am Ita Thao Pier sitzen und dem Sonnenuntergang zuschauen. Nachdem die letzten Tagesausflügler per Schiff den Ort verlassen haben, um von der gegenüberliegenden Seeseite wieder mit dem Bus nach Hause zu fahren, wird es gemütlicher.

Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 14:00
Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 14:14
Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 15:16
Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 16:29
Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 17:06
Teil 15: Sun Moon Lake, 11.05.2024 20:47

Formosa Teil 14: 921 Earthquake Museum

10.05.2024 @ (323 Ansichten) Bewölkt 32.3 — 34.1 °C

Nach einem ausgiebigen Frühstück laufen wir zur Bushaltestelle, von wo aus wir den Bus in den Vorort Guangfu nehmen. An der Endhaltestelle liegt das taiwanesiche Erdbeben-Museum. Auf dem Gelände kann man die am 21. September 1999 durch ein Erdbeben der Stärke 7 eingestürzte Grundschule des Orts besichtigen. Der Eingangsbereich steht noch mehr recht als schlecht, die daran anschließenden Klassenzimmer sind aber komplett in sich zusammengeklappt. Hinter der Schule kann man eindrucksvoll an der Rennbahn die mehrere Meter hohe entstandene Verwerfung des Geländes sehen.

Das habe ich gelernt: Das als "Jiji" oder "921" bezeichnete Erdbeben verursachte landesweit hohe Schäden, brachte Gebäude und Brücken zum Einsturz, zerstörte Staudämme, Straßen und Bahngleise; und kostete mehr als 2400 Menschen das Leben. Die schwersten Schäden ereigneten sich in den Landkreisen Taichung, Nantou, und Yunlin.

Das würde ich wieder tun: Den Nachmittag im Taichung Park verbringen. Nachdem wir nach 2 Stunden am frühen Nachmittag wieder aus dem Museum in die Stadt zurückkommen, schnappe ich mir mein Buch, etwas zu trinken, finde in der Grünanlage einen schattigen Platz und lese, während die geschäftige Stadt und ihre Menschen an mir vorbeiziehen.

Teil 14: 921 Earthquake Museum, 10.05.2024 13:30
Teil 14: 921 Earthquake Museum, 10.05.2024 14:30
Teil 14: 921 Earthquake Museum, 10.05.2024 14:38