Die letzte Station auf meiner Reise ist die chilenische Hauptstadt, Santiago. Dass ich am Flughafen kein Taxi brauche, sondern die richtige Buslinie weiß, und wie ich dafür ein Ticket kaufe, spart mir nicht nur etwa 25 Euro, sondern lässt mich auch realisieren, dass ich hier in Südamerika mittlerweile angekommen bin. Den ersten Tag erkunde ich auf eigene Faust die Innenstadt und den Cerro San Cristóbal, von dem aus man eine wahnsinnige Aussicht über diese riesige Stadt hat. Am zweiten Tag schließe ich mich nachmittags einer "Free Walking Tour" an und bekomme nochmals eine andere, sehr interessante Perspektive. Abends gehe ich dann gegen 23 Uhr auf die Straße und folge den Massen, die einen guten Aussichtspunkt auf das vom Fernsehturm aus gezündete Neujahrsfeuerwerk kennen. Um 00:00 Uhr stehe ich inmitten von tausenden von Leuten - Familien mit Kindern und Großeltern, Jugendliche, Junggebliebene und Urlauber, mit Konfettikanonen und "Schneespray" bewaffnet und glitzernden Hüten auf dem Kopf - und bestaune das Feuerwerk. Das neue Jahr starte ich mit einem Tagesausflug in die Natur - etwa 100 km von Santiago in die Anden hinein liegt der von Vier- und Fünftausendern umgebene türkisfarbene Yeso-Stausee.
Was ich gelernt habe: Viel über die jüngere Geschichte von Chile; geprägt vor allem durch die Zeit der Pinochet-Diktatur (1973 - 1990), deren blutigen Anfang und friedlichen Ende: Er ließ sich tatsächlich abwählen (ein spannender Film darüber ist No)! Die Guides von Tours4Tips machen einen tollen Job, einem diese Ära, und was sie auch heute noch für Auswirkungen hat, näherzubringen - Gracias!
Was ich wieder machen würde: In einem der unzähligen "Minimarkets" an der Straße entlang Empanadas kaufen. Meist "con carne" (mit Fleisch) oder "con queso" (mit Käse), für 1000 bis 1500 chilenische Pesos (etwa 1,50 €), sind diese gefüllten Teigtaschen das beste Streetfood, was es hier gibt!